Vereinssatzung

§ 1 Name und Rechtsform

1. Der Verein trägt den Namen Kemenate Frauen Wohnen E.V.
2. Sitz des Vereins ist Hamburg. Er ist im Vereinsregister Hamburg eingetragen.
3. Der Verein ist weder parteipolitisch noch konfessionell gebunden.
4. Der Verein ist gemeinnützig im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenverordnung. Gewinne dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Der Verein verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
5. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
6. Der Verein darf keine Personen durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins nicht entsprechen oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigen.
7. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

§ 2 Zweck des Vereins

Der Verein hat die Aufgabe, für wohnungslose und verdeckt wohnungslose Frauen, die Hilfe benötigen und bedürftig sind im Sinne des §53 Nr.1 und 2 der Abgabenverordnung , ein Angebot zu schaffen. Weiterhin soll er das Problem der verdeckten Obdachlosigkeit von Freuen verdeutlichen und hierüber Zahlen und Fakten sammeln. Der Satzungszweck soll durch folgendes Angebot erfüllt werden:

  • Einrichtung eines Kontakt- und Beratungszentrums
  • Hilfe bei der Wohnraumbeschaffung und der materiellen Grundsicherung
  • Vorübergehende Wohnmöglichkeit für Notfälle.

§ 3 Mitgliedschaft

1. Mitglied kann jede Frau werden, die Ziele und Zwecke des Vereins unterstützt.
2. Der Verein unterscheidet zwischen Mitgliedern und Fördermitgliedern. Mitglieder tragen die Arbeit mit, beteiligen sich an der Gestaltung der Arbeit im Verein und haben Stimmrecht. Fördernde Mitglieder unterstützen die Ziele des Vereins. Fördermitglieder haben kein Stimmrecht.
3. Der Antrag auf Mitgliedschaft und Fördermitgliedschaft ist an den Vorstand zu richten.
4. Ein Aufnahmeanspruch besteht nicht.
5. Bei Ablehnung eines Aufnahmeantrages kann die Antragstellerin gegen die Entscheidung des Vorstands die Mitgliederversammlung anrufen. Die Mitgliederversammlung entscheidet endgültig.
6. Neumitglieder haben erst vier Wochen nach erfolgter Aufnahme volles Stimmrecht.
7. Die Beendigung der Mitgliedschaft erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand.
8. Mit Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Ansprüche gegenüber dem Verein.
9. Durch den Beschluß der Mitgliederversammlung kann ein Mitglied ausgeschlossen werden. Es ist eine 2/3-Mehrheit der anwesenden Mitglieder erforderlich. Vor der Entscheidung ist dem Mitglied Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Ausschlussgründe sind:

  • grobe Verstöße gegen die Satzung und die Interessen des Vereins sowie gegen Beschlüsse und Anordnungen der Vereinsorgane
  • schwere Schädigung des Ansehens des Vereins.

10. Nichtzahlung der Mitgliedsbeiträge führt zum Ausschluß, wenn drei Wochen nach der zweiten Mahnung noch immer keine Zahlung erfolgt ist.
11. Eine Mitgliedschaft erlischt automatisch durch den Tod eines Mitgliedes.

§ 4 Organe des Vereines

Die Organe des Vereins sind:

  • die Mitgliederversammlung
  • der Vorstand
  •  die besondere Vertreterin(nen)

§ 5 Die Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins.
2. Sie findet mindestens einmal im Jahr statt. Den Termin legt der Vorstand fest.
3. Die Mitgliederversammlung ist vom Vorstand vorher einzuberufen, wenn mindestens 1/3 der Mitglieder dies schriftlich verlangt.
4. Der Vorstand kann außerdem jederzeit eine Mitgliederversammlung einberufen, wenn er es im Interesse des Vereins für notwendig hält.
5. Der Vorstand beruft sie schriftlich ein. Die Einladung muß unter Angabe der Tagesordnung schriftlich mit der Frist von einer Woche erfolgen.

§ 6 Beschlußfähigkeit der Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder.
2. Zur Beschlussfassung über die Auflösung des Vereines, den Ausschluß eines Mitgliedes und Änderungen der Satzung ist eine 2/3-Mehrheit der anwesenden Mitglieder erforderlich.
3. Zur Änderung des Vereinszweckes ist die Zustimmung aller Mitglieder erforderlich. Die Zustimmung der nicht anwesenden Mitglieder muß schriftlich erfolgen.

§ 7 Protokollierung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung

1. Über die in der Mitgliederversammlung gefassten Beschlüsse ist eine Niederschrift zu erstellen.
2. Die Niederschrift ist von der Protokollantin und einem Mitglied zu unterzeichenen. Die Niederschrift ist aufzubewahren.
3. Jedes Mitglied ist berechtigt, Einblick in die Niederschrift zu nehmen.

§ 8 Aufgaben der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung nimmt die Aufgaben des Vereins wahr, soweit dies in der Satzung nicht anders bestimmt ist.

Sie bestimmt die Revisorinnen.
Sie nimmt den Jahresbericht des Vorstandes entgegen.
Sie entlastet den Vorstand.
Sie kann den Vorstand mit 2/3-Mehrheit vorzeitig abberufen.
Sie beschließt über den Haushaltsplan.
Sie bestimmt Höhe und Fälligkeit der Mitgliedsbeiträge.

§ 9 Vorstand

Der Vorstand besteht aus mindestens drei gleichberechtigten Mitgliedern. Er wird jeweils für die Dauer von drei Jahren mit einfacher Mehrheit durch die Mitgliederversammlung gewählt. Die Wahl ist geheim und unmittelbar. Bei Stimmengleichheit erfolgt eine Stichwahl. Solange keine Neuwahl stattgefunden hat, bleibt der Vorstand im Amt.

§ 10 Aufgaben des Vorstands

1. Der Vorstand sorgt für die ordnungsgemäße Verwaltung des Vereines.
2. Er ist der Mitgliederversammlung verantwortlich und an ihre Beschlüsse gebunden.
3. Zur rechtsgeschäftlichen Vertretung sind zwei Vorstandsmitglieder gemeinschaftlich befugt.
4. Vorstandssitzungen sind mitgliederöffentlich und müssen protokolliert werden.

§ 11 Besondere Vertreterin

1. Für einzelne Geschäftsbereiche kann eine besondere Vertreterin berufen werden.
2. die Mitgliederversammlung oder ein von ihr beauftragter Ausschuß beruft die besondere Vertreterin und bestimmt deren Entscheidungsbefugnisse.
3. Die besondere Vertreterin legt gegenüber der Mitgliederversammlung oder dem von der Mitgliederversammlung beauftragte Ausschuß Rechenschaft ab.
4. Besondere Vertreterinnen können als hauptamtliche Mitarbeiterinnen eingestellt werden.

§ 12 Kassenrevision

1. Die Kassenrevisorinnen haben die Kassen und die Rechnungsbelege zu prüfen und jählich der Mitgliederversammlung zu berichten.
2. Sie sind jederzeit zur Kassenprüfung berechtigt.
3. Sie dürfen nicht dem Vorstand angehören. Sie werden vorn der Mitgliederversammlung für ein Jahr gewählt. Eine Wiederwalt ist möglich. Die Kassenrevisorinnen müssen nicht unbedingt Mitglieder des Vereins sein.

§ 13 Auflösung des Vereins

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines steruerbegüunstigten Zweckes fällt das Vereinsvermögen an den Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, Landesverband Hamburg e.V., der es für Hilfen für wohnungslose Frauen bzw. für Frauen in Not einzusetzen hat.